Die klassischen Comics bieten die größte Varianz. Hier sind alle Themen und Formate vertreten. Seien es kurze Comicserien, lange Serien, Einzelbände, Hefte, Sammelbände, Variant-Ausgaben, Spin-offs oder Sonderausgaben. Das macht die Auswahl gar nicht so einfach. Trotzdem habe ich Dir die besten Comics für einen bequemen Einstieg rausgesucht (alphabetisch):
- Adventure Huhn
- Asterix und Kleopatra
- Batman: Das lange Halloween
- Black Hammer
- Civil War (Marvel)
- Harleen 1
- Hawkeye (Megaband 1)
- Lucky Luke sattelt um
- Saga
- Thor (2016, Jason Aaron)
Einfacher oder komplizierter Einstieg?
Im Grunde ist der Einstieg simpel. Du kannst Dir einfach irgendeinen Comic schnappen und loslegen. Ganz gleich, ob Heft 3 oder 8.
Denn am Anfang nicht alles zu wissen, kann einen angenehmen Reiz ausmachen. Übrigens ging es jeden und jeder Comicleser:in am Anfang so. Und bereits nach dem vierten oder fünften Heft wirst du merken, dass du immer besser reinkommst.
Sammelbände für den Anfang
Neben den Heften gibt es noch Sammelbände. Hier findest du mehrere Hefte einer Serie zusammengefasst. Auch hier kannst Du bei jeder beliebigen Nummer einsteigen.
Denn sobald Du den Comic aufschlägst, findest du auf den ersten Seiten einen Textkasten, der die Story einordnet und die wichtigsten Figuren vorstellt. Das reicht für den Anfang völlig aus.
Da die Sammelbände mehrere Hefte umfassen, eignen sie sich sehr gut für den Einstieg, denn nach vier bis fünf Heften hat man bereits gut verstanden, worum es geht.
Ausnahmen bestätigten die Regel
Durch die Vielseitigkeit, die die Comics bieten, gibt es auch unterschiedliche Arten, die Comics zu veröffentlichen. Nehmen wir Asterix: Hier gibt es mehrere Ausgaben (mittlerweile 38), diese sind in sich geschlossen und nehmen inhatlich nur lose Bezug aufeinander.
Superhelden-Storys dagegen sind kontinuierlich angelegt. Die Ausgaben bauen aufeinander auf. Und zwischen den beiden Konzepten „in sich geschlossen“ und „kontinuierlich“ gibt es unzählige Abstufungen.
Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass der klassische Comics kontinuierlich und als Serie angelegt ist.
Warum Du nicht von Anfang beginnen musst
Trotzdem kommt häufig die Frage auf: „Wie soll ich die Story dann in den Kontext einordnen?“ Hier gibt es mehrere Antworten.
Wir sind darauf trainiert, immer von vorne zu beginnen. Film, Buch, Hörspiel. Das ist bei Comics nicht nötig.
Ohnehin lernst Du die Welt am besten kennen, indem Du mit einem beliebigen Comic startest und dranbleibst. Du wirst schon nach einer Handvoll Ausgeben merken, dass Du die Figuren und Hintergründe immer besser verstehst.
Das erste Heft? Viel Glück!
Denn die bekannten Comicreihen wie Iron Man haben bereits eine lange Geschichte. Die ersten Comics um Iron Man und Co. gab es bereits in den 1940er Jahren. Das bedeutet, dass du an die alten Ausgaben nicht rankommst.
Natürlich bemühen sich die Verlage auch die alten Geschichten neu aufzulegen und häufig findet man diese Stories in Sonderausgaben.
Doch gerade in den letzten Jahren haben sich Comics stark weiterentwickelt, was Storytelling und Tiefgang betrifft. Es lohnt sich also wirklich in die neuen Serien reinzuschauen.
Comic Serien sind wie TV-Staffeln
Halten wir fest: Bei Comic Serien muss man nicht zwingend von Anfang an beginnen. Aber wo fängt man dann an, wenn man trotzdem nicht mittendrin starten möchte?
Um diese Frage zu beantworte, muss man das Prinzip verstehen, nachdem Comics veröffentlicht werden. Das ist schnell erklärt.
Comicbegriffe: Was ist ein „Run“?
Stell Dir Folgendes vor: Ein Comicverlag beauftragt einen Autor und einen Zeichner, damit sie zusammen eine Story und ein Konzept für eine Comicfigur entwerfen. Nehmen wir Batman.
Beide erarbeiten ein Konzept, das sich wie ein roter Faden durch ihre Serie ziehen wird. Die Serie, die dem Konzept der beiden Kreativen folgt, nennt man „Run“.
Man könnte sagen ein Run ist wie eine TV-Staffel. Die einzelnen Ausgaben bauen aufeinander auf und an einem bestimmten Punkt, finde die Erzählung (vorerst) ihr Ende. Damit ist der Run inhaltlich abgeschlossen.
Findet der Run sein Ende, beginnt ein neuer Run. Also eine neue Staffel. Dieser neue Run – wird dann aber von einem neuen Team betreut. Also ein anderer Autor und ein anderer Zeichner. Und so setzen sich Comicsserien Run für Run fort.
So entstehen die verschiedenen Storys und Insider zu einem Charakter
Jetzt wird auch deutlich, warum es so viele Storys und Insider zu den Charakteren geben kann. Denn jedes Kreativem interpretiert mit seinem Run die Figur auf ihre eigene Art und Weise. So erhalten Figuren wie Batman, Supermand und Co. immer wieder neue Facetten.
Das heißt, Du musst gar nicht mit der allerersten Ausgabe beginnen, die jemals veröffentlicht wurde. Es reicht, mit der ersten Ausgabe eines Runs zu beginnen.
Der aktuelle Run als Einstieg
Beginne deshalb am besten mit dem ersten Comic des aktuellen Runs. Also entweder das erste Heft oder der erste Sammelband.
Mittlerweile sind die Comicverlage auch dazu übergangen, die erste Ausgabe eines Runs mit einer „1“ zu versehen. Halte also Ausschau nach der Nummer #1 eines Runs, um in eine Serie zu starten.
Aber vergiss nicht, kein Run gleicht dem anderen. Die Kreativteams haben sehr unterschiedliche Herangehensweisen. Deshalb lohnt sich eine kurze Recherche, was unter Fans als der beste Run einer Comicserien gilt. Das muss nicht heißen, dass das auch der beste Run für dich ist – aber es ist zumindest ein erster Hinweis, wo du anfangen kannst.
Konnte ich die helfen?
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